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Jeder dritte Eigenheimbesitzer in Deutschland plant bis 2024 eine Solaranlage

17.12.2021

In Deutschland plant bereits jeder Dritte Besitzende eines Eigenheims in den kommenden drei Jahren die Installation einer Solaranlage. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Repräsentativbefragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der deutschen Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (Bsw) sind bereits heute rund 4.5 Millionen Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung auf deutschen Dächern in Betrieb.

Die Diskussionen über den fortschreitenden Klimawandel und die gleichzeitig stark ansteigenden Energiepreise zeigen Wirkung unter den Eigenheimbesitzern und -besitzerinnen. Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage der AEE: Diese entscheiden sich immer häufiger für die Sonnenenergie-Ernte vom eigenen Hausdach. So gab jeder dritte Hausbesitzer mit geeigneter Dachfläche an, schon in den kommenden drei Jahren in Solartechnik investieren zu wollen, wie aus der Online-Umfrage hervorgeht.

Hohe Investitionsbereitschaft
Demnach planen hochgerechnet etwa 2,8 Millionen Immobilienbesitzer und -besitzerinnen die Installation einer PV-Anlage zur Stromgewinnung auf ihrem eigenen Dach. «Ein ambitionierter Koalitionsvertrag trifft damit auf eine hohe Investitionsbereitschaft bei den Bürgern,» freut sich Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bsw. «Damit der Solar-Express jetzt schnell ins Rollen kommt, muss die Ampel-Koalition in ihren ersten hundert Tagen die richtigen Weichen stellen», so Körnig. Ziel der Ampel-Koalition ist es, den Ausbau der Photovoltaik von derzeit knapp 60 Gigawatt (GW) bis zum Jahr 2030 auf ca. 200 GW mehr als zu verdreifachen.

Verdreifachung der Solartechnik-Nachfrage
14 Prozent der Befragten gaben an, eine Anlage zur Stromerzeugung installieren zu wollen, sechs Prozent denken über eine Solarthermieanlage nach und zehn Prozent erwogen sogar, beides zu installieren. «Selbst, wenn nur jeder zweite Eigenheimbesitzer tatsächlich eine Solaranlage realisieren würde, würde sich die jährliche Solartechnik-Nachfrage bei privaten Immobilienbesitzern gegenüber heute fast verdreifachen», so Körnig.

«Die Rückmeldungen zur Motivation hinter den Plänen der Befragten spiegeln wider, dass die steigenden Energiepreise den Zubau von Erneuerbaren Energien noch beflügeln», so Brandt. Als Motivation für die geplante Installation einer Photovoltaikanlage wurden unter anderem die Gründe «Strom selber produzieren und nutzen» (69 %) zu können, «steigende Strompreise» (62 %) und «Umwelt- bzw. Klimaschutz» (54 %) am häufigsten angegeben. Hinsichtlich der Investition in eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung bzw. Warmwasserbereitung (Solarthermie) wurden «steigende Öl- und Gaspreise» (59 %), «Umwelt- und Klimaschutz» (55 %) sowie «steigende CO2-Preise» (40 %) als wichtigste Beweggründe angegeben.

Hier geht's zur Umfrage des AEE.